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  • »Turboesel« ist der Autor dieses Themas

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Freitag, 21. August 2009, 23:21

Injektoren tauschen aus- einbauen

Gibt ja immer wieder viele Fragen und meist auch immer die selben, darum hab ich mir gedacht tragen wir hier alles zusammen um eine Übersichtliche Informationsquelle zu haben.

Ich beginne mal mit dem Thema Injektoren...


Festsitzenden Injektor ausbauen, tauschen


Da es ja häufiger vor kommt das Injektoren getauscht werden müssen und diese öfter auch sehr fest sitzen das man meinen könnte sie wären verschweißt gibt’s hier nun eine Anleitung von mir wie diese getauscht werden.


Warum sitzt ein Injektor so fest?

Das kann verschiedene Ursachen haben, eine häufige Ursache ist die falsche Montage. Oftmals werden die Injektoren einfach „trocken“ eingesetzt. Durch Hitze, Ausdehnung und Ablagerungen verbindet sich der Injektor mit dem Zylinderkopf wie verschweißt.

Eine andere ist ein Undichter Dichtsitz wodurch Kompressionsverlusst entsteht und sich Rußablagerungen am Injektorschaft ansetzen.

Injektoren können auch defekt sein und am unteren Teil undicht werden, das gepaart mit einem undichtem Sitz ist wohl das schlimmste was passieren kann, so entstehen die „Verteerten“ Ablagerungen die sich Rundum sammeln.

Ein sehr krasses Beispiel:


In der regel sieht es aber so aus, wenn ein Injektor fest sitzt.


Einen Tag vor Arbeitsbeginn sollte der Injektor mit einem guten Griechöl oder Rostlöser eingesprüht werden. Am besten eignet sich Bremsflüssigkeit, die frisst sich regelrecht rein (aber nur bei besonderen härtefällen zu benutzen)

Erst sollten die Leckölleitungen abgenommen werden, danach die Einspritzleitung und die Halteschraube gelöst werden.

Im Normalfall kann man jetzt schon den Injektor per Hand drehen und herausziehen.

Für alles andere benötigt man folgenden Schlagauszieher.


Für diesen Auszieher gibt es zwei Adapterstücke, kommt man mit der Gabel nicht ran kann auch der Injektorkopf abgeschraubt werden (27er Schlüssel) und der Adapter aufgeschraubt werden.



Dann heißt es Schlagen was das zeug hält, nicht gleich aufgeben, wir haben auch schon an einzelnen Injektoren mehrere Stunden gehangen.

Bevor der Injektor ganz draußen ist sollten die Rückstande und die Flüssigkeiten entfernt werden, um zu vermeiden das diese in den Brennraum gelangen.







Nun sollte alles gereinigt werden, vorallem die Wände und der Dichtsitz, dazu gibt es verschiedeneWerkzeuge, ich nutze felgendes.

Ist ein Original MB Werkzeug mit verschiedenen Aufsätzen für Wände und Sitz.







Der neue Injektor wird mit Keramik-Paste deckend eingeschmiert. Kupferpaste sollte man nicht verwenden da diese die Ventildeckeldichtung und den Aluminiumkopf angreifen kann.



Achtung: Immer neue Schrauben und Dichtringe verwenden!

Da es sich um dehnschrauben handelt kann es dazu kommen das diese beim zweiten Gebrauch abreißen.



Injektorhalteschraube:
1. Stufe: 7Nm
2. Stufe: 90°
3. Stufe: 90°


Einspritzleitungen: 35Nm




Wenn alles zusammengebaut ist, Motor starten und auf Dichtheit prüfen, ist der Sitz undicht hört man ein deutliches Pfff, pfff, pfff...

Dann sollte der Injektor nochmal ausgebaut werden und ein neuer Dichtring verwendet werden und der Sitz nochmals gereinigt werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Turboesel« (22. August 2009, 08:36)


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Verwendete Tags

CDI, Einspritzdüsen, Injektoren

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