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  • »w201029« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 12. März 2019, 14:25

M112 Ventilschaftdichtung wechseln im eingebaiten Zustand möglich?

Hallo,

mein S210 hat jetzt was über 370TKM weg. Läuft aber alles sehr fein, nur der Ölverbrauch ist in den letzten Jahren doch zunehmend mehr geworden. Ich fahre schon über 15 Jahre Mercedes wo ich schon fast 20 verschiedene hatte/habe.

Bis jetzt waren die Schafftdichtung immer die Ursache für Ölverbrauch. An M102/103/104 Motor hatte ich bis zu 1L auf 800Km Öl und nach dem Wechsel der VSD 0.5l auf 10Tkm. Meist habe ich den Kopf nicht erst demontiert, wenn nicht was anderes noch war.

Die Frage, geht das am M112 auch? Die Köpfe sind so weit zur Seite geneigt, dass ich mir vorstellen könnte, den Spanner zum Ventilfederdrücken erst garnich ansetzten zu können. :hm: Darum, wer hat die VSD bei noch verbauten Kopf schon mal gewechselt? Oder gehts erst garnicht?

Bei ebay habe ich mir für 30€ einen 112er 320er Kopf rechts gekauft, um zu sehen ob ich mit meinen Spannern erst einmal überhaubt was bewegen kann. Hatte aber alles gut funktioniert.

Plan B wäre noch: einen zweiten M112 Kopf zu kaufen, die Ventile einschleifen und neue VSD setzen. Dann würde ich die Köpfe eben wechseln.


LG
Ivo

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tb560

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Dienstag, 12. März 2019, 14:44

Mahlzeit,

hast du schon die Kurbelwellengehäuseentlüftung übeprüft. Ist ein sehr häufiger Fehler beim M112/M113. Wenn die verstopft ist fangen sie an Öl zu fressen. War bei unserem 320 auch so. Da gibt es eine prima Anleitung für im Netz. Da sind die Löcher in den "kleinen" Ventildeckeln zu klein und müssen etwas aufgebohrt werden. Musst du mal ein bisschen googlen. Bei unserem 320 hat es sehr geholfen.

Gruß Thorsten

  • »w201029« ist der Autor dieses Themas

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Freitag, 17. Mai 2019, 13:22

Lösung

Hallo und kleiner Nachtrag zum Ölverbrauch.

Ich habe die VSD im eingebauten Zustand vom Kopf gewechselt. Hatte mich zwar 6h Arbeit gekostet aber nur 20€ für die Dichtungen.

Bin jetzt schon wieder 2000KM gefahren und habe keine Veränderung am Ölstand. Habe davon ca. 300KM auf der Bahn im Volllast laufen lassen, wirklich alles was geht und natürlich auf Gas. Vor der Reparatur wären bei 2000KM locker 1,5l Öl wieder fällig gewesen.

Habe auch gleich die Kerzen gecheckt/gereinigt und mit dem Endoskop die Zylinder begutachtet. Nach 374000KM (250 000KM LPG) alles top. Die Zylinderlaufbahnen sehen alle gleichmäßig grau aus ohne riefen. Entlüftung im ZK Deckel sind auch sauber und ich habe kein Ölschlamm.

Also für alle die auch Ölverbrauch beim M112 Benziner haben, es sind genau wie vor 30 Jahren schon die Ventilschaftdichtung die einfach verschlissen ist. Im vergleich zu einer neuen VSD, sind die alten hart wie Plaste und die Dichtlippe die zum Ventilschaft abdichten soll, ist deutlich weggerieben.

LG Ivo

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Freitag, 17. Mai 2019, 20:33

Könntest du die Arbeit etwas beschreiben...also was muss alles weg....wie hast du die Steuerzeiten eingestellt usw. Würde mich interessieren. Eventuell neuer Thread?

  • »w201029« ist der Autor dieses Themas

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Sonntag, 19. Mai 2019, 12:22

Hallo,

ich kann es mal versuchen zu beschreiben. Leider hatte ich nicht viel Bilder gemacht. Die Arbeit hatte ich mir geteilt, in linke und rechte Bank. So sind es nur 3 Zylinder pro Arbeitstag.

1. Schritt:

Freilegen, also Zündspulen ab, Ventildeckel + Schläuche daran ab und Kerzen raus.

2. Schritt:

Irgendwie muss ja das Ventil daran gehindert werden, ohne Ventilfeder in den Brennraum zu fallen. Viele nehmen dafür einen Adapter für Druckluft der anstelle einer Kerze reingedreht wird. Die Druckluft drückt das Ventil nach oben. Adapter habe ich aber Kompressor nicht. Ich hätte es aber mit Kompressor auch nicht gemacht. Da gab es schon die wildesten Dummheiten. Leitung springt ab oder oder... und schon macht es klick und weg ist das Ventil.

Ich den Kolben, an dem Zylinder wo ich die VSD wechsel, auf OT gestellt. Ich habe mit dem Endoskop in den Kerzenschacht geschaut und an der KW Riemenscheibe gedreht bis der Kolben ganz oben ist. Damit kann das Ventil nur noch max. 1cm nach unten bis es am Kolben aufsitzt.

3. Schritt:

Zur Sicherheit die Kette am NW Kettenrad mit Kabelbinder gesichert und den Kipphebelblock komplett demontiert.



Die Nockenwelle bleibt drin, sie hebt zwar einwenig ihre Nocken hinten aber bleibt liegen.

4. Schritt:

Jetzt Ventilfederpresse aus dem Netzt aufschrauben (M7 Schrauben) und Feder zusammenpressen.



Mit einem Magnet die Ventilkeile entfernen und Feder abnehmen. Die Alten VSD abziehen und neue Aufstecken.



Jetzt kann man alle 3 Ventile machen. Das Ventil kann nicht nach unten weg, da der Kolben das verhindert.

5. Schritt:

Neue VSD aufgesteckt. Feder wieder drauf, zusammenpressen und Ventilkeile reingepopelt.

Kipphebelblock wieder aufgeschraubt (Handwarm). Kabelbinder an der Kette ab und den nächsten Zylinder auf OT gedreht. Danach Kipphebelblock wieder ab, Spanner aufgeschraubt, Feder runter, VSD wechseln. :)



Gegenüberstellung alt/neu:





Zusätzlich kann man gleich die Kerzen wechseln oder wenigstens begutachten/ säubern. Links habe ich den kleinen Deckel vom Ventildeckel gleich noch gedichtet, weil der nach 4 Jahren wieder ölte.

Pro Seite habe ich ca. 3h gebraucht. Deckel Dichten, Kerzen säubern, Ventilfederpresse optimieren usw. mit eingerechnet.

Vielleicht kann ja jemand die Überschrift ändern, damit es besser gefunden wird. Mir ist es nicht gelungen.

LG Ivo

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Sonntag, 19. Mai 2019, 13:25

Danke für die Beschreibung....das die Nockenwelle gar nicht raus muss hatte ich vollkommen verdrängt.

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Sonntag, 19. Mai 2019, 15:52

Da die Motoren baugleich sind kannst du meinen Anleitung vom V8 dafür nehmen, hier steht alles drin

https://www.e-klasse-forum.de/index.php?…6687&pageNo=107

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Sonntag, 19. Mai 2019, 19:36

ich kann es mal versuchen zu beschreiben. Leider hatte ich nicht viel Bilder gemacht. Die Arbeit hatte ich mir geteilt, in linke und rechte Bank. So sind es nur 3 Zylinder pro Arbeitstag.

Guter Bericht, top :thumbup: